Donnerstag, 16. Dezember 2010

Rückblicke

Am 14. November 2010 durfte ich zur 7. Hauptversammlung des Fördervereins Frommenhausen einladen. Sieben Jahre sind seit der Gründung des Vereins vergangen! Es gab immer viel zu tun. Auch im verflixten 7. Jahr standen die Zeichen auf Sturm und mit der Fertigstellung und der Übergabe unserer Pilgerherberge an den Verein können wir von einem vorläufigen Höhepunkt unserer Aktivitäten sprechen.

Vier Veranstaltungen warten noch auf eine rückblickende, öffentliche Betrachtung.


Da wäre als erste unser gemeinsamer Jahresausflug nach Freiburg zu nennen.
Der Wettergott meinte es diesmal nicht gut mit uns. Er war wohl an diesem Tag ausgebucht und ließ uns in unserem fast vollbesetztem Bus in einen Nebel hineinfahren, der auch im nebelverwöhnten England einen Spitzenplatz in der Nebelhitliste erreicht hätte.
So ging es mit „Höchstgeschwindigkeiten" von manchmal 30 km/h unserem ersten Etappenziel entgegen, der Pilgergaststätte Maria Lindenberg in St. Peter. Bei schönem Wetter und guter Sicht wäre es uns gelungen, einen wunderbaren und ausgiebigen Blick auf die höchsten Berge des Südschwarzwaldes zu werfen. Dem Feldberg mit seinen 1493 m, dem Schauinsland mit 1284 m und dem Kandel mit stolzen 1241 m.
Nach einer kurzen Verschnaufpause und einer mutigen Gesangseinlage der Wirtin ging es weiter nach Freiburg. Nach einer engagierten Stadt- und Münsterführung fuhren wir zum Mittagessen mit der Schlossberg-Bahn hinauf ins Schlossbergrestaurant Dattler. Eine grandiose Aussicht – trotz trotziger Nebelbänke und regenschwangeren Regenwolken- und eine hervorragende Küche hießen uns willkommen. Gründlich gestärkt und guten Mutes fuhren wir zu einer äußerst professionell durchgeführten Weinprobe ins Glottertal zur gleichnamigen Winzergenossenschaft. Mit vielen Weingeistern im Kofferraum des Busses traten wir den Heimweg an. Der Rückweg bescherte uns etwas mehr landschaftlichen Durchblick und ließ ahnen, was für idyllische Szenarien uns bei schönem Wetter offenbart worden wären. Ein harmonischer Ausklang in unserer Pilgerherberge machte auch diesen Ausflug wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis und lässt alle Beteiligten hoffen, dass uns Walter auch 2011 wieder mit gewohntem Elan, Witz und Verstand durch unsere Heimat führen wird. Für dieses Mal bleibt nur unser aller Dank und der Tipp, die ganze Strecke einmal bei schönem Wetter abzufahren. Es lohnt sich!

Mit unserem langen Kinowochenende am 29./30. und 31. Oktober 2010 führten wir unser Jubiläumsprogramm fort. Wir betraten veranstalterisches Neuland und wurden überrascht! An den drei Tagen konnten wir nahezu 100 Zuschauer in der Herberge begrüßen. Auch viele Gäste aus dem nachbarschaftlichen Umland zeigten sich interessiert. Ein besonderes Highlight waren die kreisrunden „Sit-Ins" nach den Filmen. Man blieb sitzen, aß Popcorn und unterhielt sich miteinander – oft stundenlang. Eine Fortsetzung für 2011 ist in Planung.

Die erste Theaterveranstaltung am 20. November 2010 in der Pilgerherberge war eine echte Herausforderung für die über 50 Zuschauer. Mit einer eigenen, fast schon eigenwillig zu nennende Sprache zeichnete Brunhilde Alber ein Portrait von Hildegard von Bingen mittels deren Visionsschriften. Eine beeindruckende schauspielerische Leistung mit ausgeklügelten Bühnenbildern die deutlich machte, dass unsere Pilgerherberge ein idealer Ort für kleinkünstlerische Darbietungen sein kann.

Auch für Gruppentänze bieten die Räumlichkeiten der Herberge ideale Voraussetzungen, wie man am 4. Dezember 2010 unschwer feststellen konnte. Ein Dutzend von Tanzfreudigen fand sich an diesem Tag ein, um den letzten Veranstaltungspunkt im Jubiläumsprogramm wahrzunehmen. Leichte und mit zunehmender Dauer immer anspruchsvoller werdende Kreistänze bestimmten diesen Nachmittag. Zum Schluss gingen wir alle mit der gewonnenen Erkenntnis auseinander, dass Kreistänze sowohl den Geist als auch den Körper im Rahmen eines ganzheitlichen Fitnessprogramms positiv fordern. Und dass der gemeinsame Tanz ein bereicherndes Gemeinschaftserlebnis bietet, versteht sich von selbst.

Fazit der gesamten Veranstaltungen: Die Herberge mit Galerieraum bietet ein ideales Ambiente für Kleinkunst, Kino und Tanz. Nutzen wir es!

(Roland Harrer)